Grundig Bayreuth

Das äußerst beliebte und erfolgreiche Tonbandgerät Grundig TK 23 wurde für das Jahr 1967 nochmal in edlem Holzdesign angeboten. Ansonsten wurden keine gravierenden Änderungen im Vergleich zum Vorjahr vorgenommen. Aus "TK 23 de Luxe" wurde nun "Bayreuth".

 

Produktionsbeginn war Herbst 1966, vielleicht kamen die allerersten Modelle noch rechtzeitig vor Weihnachten 1966 in den Handel. Ab 1967 löste es offiziell den TK 23 de Luxe ab. Bis alle Exemplare des Grundig Bayreuth schließlich an den Kunden verkauft wurde, könnte bis Anfang des Jahres 1968 gedauert haben.

 

Speziell für die Seriennummer 261367 gibt es auf dieser Homepage eine Gerätevorstellung, wo noch alles in unbenutztem Neuzustand ist. Durch einen glücklichen Umstand wurde das Gerät nur ein paar Minuten unmittelbar nach dem Kauf ausprobiert, der Verkäufer des Elektrogeschäftes demonstrierte der Kundin die Aufnahmefunktion und wie das "Magische Band" arbeitet. Ansonsten wurde es nie benutzt, die gesamte Nutzungsdauer von 1967 bis 2011 beschränkt sich auf nicht einmal 5 Minuten. Laut Garantieurkunde wurde dieser Bayreuth am 24. November 1967 gekauft, die Aufnahme dürfte ebenso alt sein, welche sich auf den ersten Sekunden des im Lieferumfang enthaltenen "Grundig Duobandes" befindet. Das ebenfalls zum Gerät als Zubehör mitgeliefertes Mikrofon war das Grundig GDM 312.

Grundig Bayreuth Seriennummer 261367 von 1966

Dieses Tonbandgerät wurde nur ca. 5 Minuten lang benutzt. Die Vorbesitzerin ließ sich lediglich vom Verkäufer das Gerät vorführen. Eine ca. 10 Sekunden lange Testaufnahme, welche auf dem im Lieferumfang enthaltenen Tonband zu hören ist, hat sich bis heute in kristallklarer Tonqualität erhalten. Sie sehen hier deshalb einen Grundig Bayreuth im ungebrauchten, neuen Zustand.

 

Der unvermeidbare Zahn der Zeit nagte natürlich trotzdem. So sind die Sicherungen stark oxidiert, aber noch stromdurchlässig. Die Schaumstoffpolster im Deckel sind bröselig und mußten von mir entfernt werden, weil sonst das Gerät schmutzig wird. Desweiteren war eine Fettung des Motors notwendig. Mehr mußte nicht gemacht werden.